Übermorgenwelt-Bücher

Übermorgenwelt-Bücher

Montag, 11. November 2013

1000bar – Der neue Roman von Michael R. Baier

Michael R. Baier

 ISBN: 978-3-00-041245-5


„Auf einer Mission im Pazifik macht die Besatzung des Europäischen Forschungskreuzers Aurora Oceani der EURECO nach einem Seebeben eine sonderbare Entdeckung. Aus zehn Kilometern Tiefe steigen felsenartige Gebilde vom Grund eines Ozeanischen Grabens in die Nähe der Meeresoberfläche auf und stellen die Wissenschaftler vor ein Rätsel. Die Forscher um die niederländische Meereskundlerin Sophie De Bruck und den überzeugten Rocker und Universitätsprofessor irischer Abstammung, Floyd Nyne, machen sich mit Hilfe des Black Marlins, eines neuartigen U-Boots, das Treibstoff aus dem Meerwasser entnimmt, in den unbekannten Tiefen des pazifischen Feuerrings auf die Suche nach dem Ursprung dieser schwimmenden Felsen.
Die Laboranalysen der „Nuggets“ getauften Felsen offenbaren widersprüchliche Materialeigenschaften, kommen jedoch zu einer gleichlautenden Schlussfolgerung: Die Zusammensetzung von Seltene-Erden-Metallen in einer nicht gekannten Reinheit in Verbindung mit einer neuartigen, die Gravitation abschwächenden Substanz ist extrem wertvoll. Die Nuggets werden mittlerweile von der Meeresströmung an die Strände Mikronesiens gespült und rufen ein starkes Interesse lokaler Behörden und des Chinesischen Geheimdienstes für Competitive Intelligence hervor.
Nachdem ein Anschlag mit Langstreckenraketen auf die Aurora Oceani großen Schaden anrichtet, beginnen Sophie und ihr Team zu verstehen, dass die Nuggets auch das intensive Interesse nationaler Regierungen und international agierender Bergbaukonzerne erregt hat, die jetzt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, ihre Position im weltwirtschaftlich entscheidenden Rohstoffmarkt wiederherzustellen.“


Das lange erwartete Prequel zu Coruum! – Prequel zu Coruum? Lange erwartet schon, aber die Vorgeschichte zu Coruum ist es nicht, war auch gar nicht die Absicht des Autors.
Dieser Science Thriller spielt nur auf der selben Erde, ein paar Jahre vor Coruum. Michael R. Baier kann es aber nicht lassen, immer mal wieder kleine Hinweise auf seine SF-Trilogie einzustreuen die in der Zukunft von 1000bar handelt und es gibt einen gemeinsamen „Hintergrund“ ohne den die hier erzählte Geschichte aber genauso gut funktioniert. Macht aber Spaß 1000bar mit dem Hintergrundwissen von Coruum zu lesen und 450 Seiten zu rätseln ob und wann nun der nächste Hinweis auf Coruum kommt.

Michael R. Baier erzählt seine neue Geschichte wieder in seinem bekannten Erzählstil, flüssig, spannend und in mehreren Handlungssträngen die er gekonnt miteinander verwebt. Keine der erzählten Einzelstränge wird je langweilig oder kommt vom Thema ab. Alles passt stimmig zusammen und fügt sich zu einer weltumspannenden Geschichte über Technik, seltene Erden, wirtschaftliche Intrigen und einer Tiefseeexpedition die es "unter" sich hat.

Die einzelnen Charaktere werden bildhaft, fast schon ein bisschen klischeehaft, beschrieben:
- der Wissenschaftler und Rocker Floyd Nyne, bei dem sich alles um seine neuen U-Boote und um
Hardrock, speziell um Wacken, dreht (und ein bisschen um McAllon Whiskey),

- der deutsche MAD Agent Rotgar von Strauss, der anfangs als Ekelpaket und typisch deutsch auftritt, dann aber immer sympathischer wird,

- die Freunde Reydar Steen und Akshay Prakash, die sich ein Rennen auf ungleichen Schiffen liefern,

- Reydar Steens Tochter Sophie de Bruck, die wissenschaftliche Leiterin der Tiefseeexpedition und Floyds ehemalige Freundin,

- der skrupellose Wang Lao, Chef des chinesischen Bergbaukonzerns China Energized und zugleich Vize-Parteichef der Provinz Chongqing

- und zu guter letzt: Miles Shoemaker, Direktor des CIA und nicht nur bei 1000bar einer der Strippenzieher im Hintergrund.

Wer Schätzings Schwarm gemocht hat, dort aber ein bisschen Technik vermisste, der wird mit 1000bar voll auf seine Kosten kommen. Beide Daumen hoch !!!





Webseite: http://1000-bar.de/

Kommentare:

  1. Hallo,
    ich bin auf der Suche nach einer Rezension über dieses Buch gerade auf diesen Blog gestoßen. Ich fand "Der Schwarm" von Schätzimg, das hier als Vergleich herangezogen wird, wirklich super. Dann kam "Limit", und ich hatte das Gefühl, dass sich Schätzimg in der Technik verloren hat. Ist "1000bar" irgendwo dazwischen oder auf einer Ebene mit "Limit"? Mein Mann hat sich "1000bar" vor ein paar Tagen gekauft; sein Kritikpunkt sind die oft sehr langen Sätze, was ich nach einem Querlesen bestätigen kann. Im Gegensatz zu mir hat er auch alle Coruum-Bände gelesen und sagt, dass dieser Schreibstil typisch für Bayer ist.
    Viele Grüße, Ina

    AntwortenLöschen
  2. Schätzing natürlich (nicht Schätzimg)...

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.